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Nun beginnen die Wälder.

Nun beginnen die Wälder. Dies ist kein Wald, der hier anfängt und dort aufhört, keine Kulisse für Sonntagsausflügler, für Hotelbetrieb und Butterbrotpapier.

Nun beginnen die Wälder. Dies ist kein Wald, der hier anfängt und dort aufhört, keine Kulisse für Sonntagsausflügler, für Hotelbetrieb und Butterbrotpapier.

Nein, das sind Wälder. Richtige Wälder, die überhaupt kein Ende nehmen, in denen Du tagelang wandern kannst und höchstens einem Holzbauern begegnest. Hier spürst Du, umwittert von Spuk, noch einen Hauch der Urzeit, den Atem mütterlichen Bodens.

Wenn deine Seele krank ist, dann verbirg dich wie ein verwundetes Tier in den Wäldern, sie werden dich heilen. Die dunklen Bäume sind stumme Freunde. Sie nehmen Dich schweigend auf und sind gut.

Siegfried v. Vegesack

März 1888

† 26. Januar 1974

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